Krankenversicherung
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Michael Schramm bAV Ökonom (ebs) Dienstleister Waldenburg betriebliche Altersversorgung
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Seit dem 1. Januar 2009 besteht die Allgemeine Krankenversicherungspflicht. D.h., es müssen sich alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland bei einem in Deutschland zugelassenen Krankenversicherer gegen Krankheitskosten versichern. Ausgenommen hiervon sind nur Personen, die Anspruch auf Heilfürsorge, Beihilfe oder vergleichbare Ansprüche haben, Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben, Empfänger laufender Leistungen nach dem dritten, vierten, sechsten         und siebten Kapitel des Zwölften Buchs Sozialgesetzbuch   Personen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert oder versicherungspflichtig sind, müssen von privaten Krankenversicherungen mindestens im Basistarif versichert werden. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) Alle Arbeitnehmer, deren Gehalt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (2016 sind das 56.250 €/Jahr) liegt, müssen sich in einer gesetzlichen Kranken- kasse versichern, die Krankenkasse kann frei gewählt werden. Arbeitnehmer, deren Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegt, können sich in der GKV freiwillig oder bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Die Beiträge der Krankenkassen (insbesondere der Arbeitnehmeranteil) unterscheiden sich teilweise gravierend. Auch bei den Leistungen gibt es große Unterschiede. Derzeit ist der allgemeine Beitragssatz auf 14,6% vom Gehalt (bis max. zur Beitragsbemessungsgrenze festgeschrieben) Damit ist der Arbeitgeberanteil einheitlich 7,3%. Darüberhinaus erheben viele Krankenkassen einen Zusatz- beitrag. Dieser reicht je nach Krankenkasse von 0% bis 1,5% und wird ausschließlich vom Arbeitnehmer bezahlt. Hinzu kommen noch die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung mit 2,35% (Kinderlose ab 23 Jahren müssen einen Beitrags- zuschlag von 0,25% zahlen). Kinder und Ehegatten sind beitragsfrei mitversichert, sofern sie sich nicht selbst versichern müssen.  Die Private Krankenvollversicherung (PKV) Nicht nur Arbeitnehmer, deren Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegt, sondern auch Selbstständige oder Beamte sind in der privaten Krankenversicherung versichert. Neben dem Basistarif, der vergleichbar mit den Leistungen der GKV ist, gibt es zahlreiche Tarife, die von  den Versicherern angeboten werden. Die Tarife unterscheiden sich enorm hinsichtlich der Leistungen und möglichen Selbstbeteiligungen und dementsprechend auch im Beitrag. Der Vorteil ist, dass entsprechend der persönlichen Bedürfnisse und Risiken der jeweilige Tarif ausgewählt werden kann. Die Tarife sind in die Bausteine Ambulant, Stationär und Dental aufgegliedert, es kann eine Krankentagegeldversicherung oder Pflegeversicherung eingeschlossen werden. Im Baustein Ambulant sind neben den Kosten für ambulante ärztliche Heilbehandlung auch die Kosten für Arznei- und Verbandmittel, Heilmittel, Hilfsmittel, Heilpraktiker- Leistungen, Naturheilverfahren, ambulante Kuren, häusliche Krankenpflege, Psycho- therapie, Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen, Entziehungs- maßnahmen und Palliativbehandlungen versichert. Der Leistungsumfang variiert extrem, je nachdem welche Krankenversicherung bzw. welcher Tarif ausgewählt wird. Auch in der privaten Krankenversicherung ist ein Pflicht- beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung zu entrichten. Die Beitragshöhe richtet sich nicht (wie in der GKV) nach dem Einkommen, sondern orientiert sich am Lebensalter und am Gesundheitszustand. Die Kosten für die allgemeinen Krankenhausleistungen sowie die Arzthonorare bei beleg- ärztlicher Behandlung im Krankenhaus sind im Baustein Stationär abgedeckt. Wahlweise können noch Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweibettzimmer versichert werden. Zahnärztliche Behandlung, Zahnersatz, Implantate, Kronen, Füllungen, professionelle Zahnreinigung und Kieferorthopädie sind im Baustein Dental versichert. Es kann ausge- wählt werden, ob eine geringe oder hohe Erstattung erfolgen soll.   Zu beachten ist, dass Versicherer so genannte Zahnstaffeln vorsehen. D.h., dass in den ersten Jahren, meistens sind dies 4, durchaus aber auch 7 Jahre, nur bis zu einem be- stimmten Betrag für Zahnersatz und Orthopädie geleistet wird. Hier gibt es sehr große Unterschiede, die von jeweils 600 € in den ersten 4 Versicherungsjahren bis zu  jeweils 2.000 € in den ersten 4 Versicherungsjahren reichen. Einige Versicherer verzichten auf die ansonsten üblichen Wartezeiten, die ohne Vorver- sicherung meistens 3 Monate im ambulanten Bereich und bis zu 8 Monate im Dentalen Bereich beträgt. Auch hier gibt es große Unterschiede bei den möglichen Tarifen. Die Vertragslaufzeit beträgt in der Regel 2 Jahre, der Beitrag richtet sich zum Einen nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand und zum Anderen nach dem Versicherungs- umfang, der gewählt wird. Der Rundum-Sorglos-Tarif ist demzufolge entsprechend teurer als der Basistarif. Zudem gibt es Tarife, die Alterungsrückstellungen bilden, damit der Beitrag im Alter bezahlbar bleibt, denn Ältere bezahlen wesentlich mehr als Jüngere. Zu beachten ist außerdem, dass bei Personen mit Vorerkrankungen meistens Beitragszu- schläge erhoben werden oder dass Leistungen für die Vorerkrankung nicht in voller Höhe oder gar nicht erbracht werden. Bei der Antragstellung sind Gesundheitsfragen zu beant- worten, diese müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden, ansonsten kann der Ver- sicherer die Leistung gänzlich verweigern und den Versicherungsvertrag fristlos kündigen. In diesem Fall wird jede andere Private Krankenversicherung nur noch Versicherungsschutz im Basis-Tarif gewähren. Privat versicherte Angestellte erhalten mindestens einen Arbeitgeberzuschuss bis zur Hälfte der monatlichen Beiträge. Voraussetzung ist, dass die private Krankenkasse Leistungen anbietet, die mindestens denen der gesetzlichen Krankenkassen entsprechen. Der Arbeit- geberzuschuss orientiert sich an dem der gesetzlichen Krankenversicherung (max. 7,3% der Beitragsbemessungsgrenze). Für 2016 berechnet sich die maximale Beitragshöhe wie folgt: Beitragsbemessungsgrenze: 4.237,50 Euro brutto monatlich; anteiliger Beitrag des Arbeitgebers: 7,3 Prozent; anteiliger Beitrag des Arbeitnehmers: 8,4 Prozent (7,3 Prozent plus 1,1 Prozent durchschnittlicher Zusatzbeitrag). Damit beträgt der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung 309,34 Euro (7,3 Prozent aus 4.237,50 Euro). Privat Krankenversicherte, deren monatliche Prämie 618,68 Euro übersteigt, müssen also mehr als die Hälfte davon selbst bezahlen. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenversicherungen sind Kinder und Ehegatten nicht beitragsfrei mitversichert, für sie ist jeweils ein eigener Versicherungsvertrag abzuschließen. Die Private Krankenzusatzversicherung (PKZV) Durch den Abschluss von Krankenzusatzversicherungen können Versicherte den bestehenden Schutz ihrer Krankenversicherung erweitern, denn die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden immer weiter gekürzt. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung können die auftretenden Versorgungslücken gefüllt werden. Es kann eine Vielzahl an Leistungen versichert werden: im ambulanten Bereich Heilpraktiker, Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen, medizinische Hilfsmittel, Massagen, im stationären Bereich Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung, im dentalen Bereich Zahnbe- handlung, Zahnersatz und professionelle Zahnreinigung, Krankentagegeld und Krankenhaus- tagegeld, Pflegezusatzversicherung und Auslandskrankenversicherung. Wie bei der privaten Krankenvollversicherung kann entsprechend der persönlichen Bedürfnisse und Risiken der jeweilige Tarif ausgewählt werden. Im ambulanten, stationären und dentalen Bereich  sind die Bedingungen wie bei der privaten Vollversicherung zu beachten. Arbeitnehmer, die länger als 6 Wochen krank sind, haben Anspruch auf Krankengeld. Dieses liegt jedoch deutlich unter dem Nettogehalt, die Lücke kann mit einer privaten Krankentage- geldversicherung geschlossen werden. Hierbei wird ein vereinbarter Tagessatz von der Ver- sicherung erstattet. Die Krankenhaustagegeld-Versicherung leistet den vereinbarten Betrag für jeden Tag eines stationären Krankenhausaufenthaltes, unabhängig ob dieser durch einen Unfall oder eine Krankheit verursacht wurde. Weiter kann vereinbart werden, ob für die gleiche Anzahl der Krankenhaustage noch ein anschließendes Genesungsgeld bezahlt wird. Durch die Pflegepflichtversicherung ist sichergestellt, dass im Pflegefall von den Sozialkassen ein Pflegegeld gezahlt wird. Dieses reicht jedoch nicht aus, den gesamten Aufwand zu decken. Durch die Pflegezusatzversicherung kann in Form einer Pflegetagegeldversicherung oder einer Pflegekostenversicherung das Pflegegeld ergänzt werden. Die Leistung orientiert sich häufig, je nach Versicherungsbedingungen, an der Pflegestufe und ist unabhängig davon, ob die Pflege- leistungen in Form von stationärer, teilstationärer Pflege oder in Form häuslicher Pflegehilfe durch zugelassene Pflegehilfen, oder Pflegediensten oder selbst organisierte Pflege erfolgen. Beim Pflegetagegeld ist ein tägliches Pflegegeld versichert, in der Pflegekostenversicherung werden entweder die gesetzlichen Pflegeleistungen um einen bestimmten Prozentsatz aufge- stockt oder die anfallenden Restkosten werden ganz oder zum Teil (bis zum Erreichen einer Jahresobergrenze) übernommen. Behandlungskosten, die im Ausland anfallen und nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, übernimmt die Auslandskrankenversicherung. Dies ist in der Regel bei Reisen außerhalb der EU der Fall. Die Versicherungsgesellschaften bieten die Kombinationen von verschiedenen Bausteinen an, wie z.B. Heilpraktiker – Auslandskrankenversicherung und Brille, die Beiträge werden dadurch günstiger, als wenn jeweils ein eigenständiger Vertrag abgeschlossen wird. Der Beitrag für alle Privaten Krankenzusatzversicherungen richtet sich nach dem Eintrittsalter, dem Leistungsumfang und dem Gesundheitszustand. Es wird empfohlen, genau zu prüfen, welche der Krankenzusatzversicherungen notwendig sind und auf welche verzichtet werden kann. Aufgrund der sehr großen Leistungsunterschiede muss sorgfältig das Preis-Leistungsverhältnis v erglichen werden. Zu beachten ist außerdem, dass bei Personen mit Vorerkrankungen meistens Beitragszuschläge erhoben werden oder dass Leistungen für die Vorerkrankung nicht in voller Höhe oder gar nicht erbracht werden. Sind bei der Antragstellung Gesundheitsfragen zu beant- worten, sind diese wahrheitsgemäß zu beantworten, ansonsten kann der Versicherer die Leistung gänzlich verweigern.
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